Updating Basket....

Sign In
0 Items

BASKET SUMMARY

There are currently no items added to the basket
Sign In
0 Items

BASKET SUMMARY

There are currently no items added to the basket

Aberglauben oder Individualität?

Religiöse Abweichung im römischen Reich

Aberglauben oder Individualität?

Religiöse Abweichung im römischen Reich

This item is currently unavailable.

Enter your email address below and we will email you when the item comes into stock.

Paperback / softback

£24.00

Publisher: Mohr Siebeck
ISBN: 9783161507458
Number of Pages: 195
Published: 15/04/2011
Width: 18.1 cm
Height: 11.5 cm
Die jüngeren Untersuchungen zur Devianz in der griechisch-römischen Antike haben sich auf den polemischen Gebrauch des Wortes superstitio konzentriert, das in unterschiedlichen Kontexten zur Ausgrenzung sozialer Gruppen, ethnischer Minoritäten, von Frauen oder bestimmten religiösen Praktiken verwendet wird. Jörg Rüpke unternimmt den Versuch, daraus auch Informationen über Bandbreiten und Intensivierungsformen religiöser Praktiken zu gewinnen: Was sind die Grundannahmen der normativen Äußerungen über Religion? Die Annahme authentischer und individuell verbindlicher religiöser Kommunikation von einzelnen mit Göttern ist ein von Cicero bis in die spätantiken Gesetze weithin geteilter Ausgangspunkt, der die Normierung religiösen Verhaltens vor große Schwierigkeiten stellt. Der Umgang mit religiösen Entscheidungen einzelner über Sakralisierung von Gegenständen oder Kultstätten erfordert so oft umständliche Konstruktionen, um die Verbindlichkeit für Dritte einzuschränken. Vor diesem Hintergrund ist es bezeichnend, dass sich auch die Polemiken auf bestimmte Felder konzentrieren, die sich am besten mit dem Begriff individueller "Erfahrung" beschreiben lassen. Hier spielt die Divination - der Zugang zu göttlichem Wissen oder, anders ausgedrückt, göttliche Offenbarung - eine wichtige Rolle. Große Bedeutung besitzt auch die Begegnung mit Götterbildern, zumal in Tempeln. Die Untersuchung polemischer Äußerungen eröffnet hier einen Zugang zur Konzeptualisierung religiöser Erfahrung, unbeschadet der normativen Wertung, die sich sofort anschließt.

Jörg Rüpke

Geboren 1962; 1995-99 Professor für Klassische Philologie an der Universität Potsdam; 1999-2008 Professor für Vergleichende Religionswissenschaft an der Universität Erfurt; seit 2008 Fellow am Max-Weber-Kolleg und Sprecher der Kollegforschergruppen "Religiöse Individualisierung in historischer Perspektive" (2008-18) und "Religion und Urbanität: Wechselseitige Formationen" (2018-22).