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Autobiographie und Pietismus

Friedrich Christoph Oetingers "Genealogie der reellen Gedancken eines Gottes=Gelehrten"- Untersuchungen und Edition

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Hardback

£48.20

Publisher: Peter Lang AG
ISBN: 9783631600702
Number of Pages: 264
Published: 07/05/2010
Width: 14.8 cm
Height: 21 cm
Friedrich Christoph Oetingers Genealogie ist ein markantes Kronzeugnis der pietistischen Frömmigkeitsbewegung des 18. Jahrhunderts und spätes Beispiel pietistischer Autobiographik in der Epoche der Aufklärung. In dieser Studie wird der Text erstmals historisch-kritisch ediert. Die Analyse der derzeit greifbaren Handschriften erlaubt es, bislang geltende Urteile über inhaltliche Eigenarten und Entstehung zu revidieren. Eine Dokumentation der Wirkungsgeschichte verdeutlicht, dass man die Genealogie auch außerhalb pietistischer Kreise beachtete. Schließlich beleuchtet der von Grund auf neu erarbeitete Stellenkommentar, dass Oetinger in einer von hermetischem Gedankengut geprägten Tradition wurzelte, die seit dem 16. Jahrhundert in einem spannungsreichen Verhältnis zu lutherisch-orthodoxen Lehren stand und im 18. Jahrhundert unter Pietisten und Neorosenkreuzern fortlebte.

Ulrike Kummer

Die Autorin: Ulrike Kummer, Studium der Philosophie und der Germanistik in Konstanz und Freiburg im Breisgau; 2008 Promotion im Fach Neuere Deutsche Literaturgeschichte an der Universität Freiburg im Breisgau.

"Die Ausgabe von Ulrike Kummer eignet sich als Studientext (...) fur Forscher der immer noch wenig bearbeiteten alchemistischen Bezuge und Ideen Oetingers ist sie unverzichtbar. (...) UEber das historische Studium Oetingers, des Pietismus, der Autobiographie hinaus ist die Beschaftigung mit diesem unkonventionellen Theologen in Zeiten von fundamentalistischen Tendenzen, Funktionalisierungen, Quantifizierungen und Simplifizierungen erschutternd anregend." (Martin Weyer-Menkhoff, Theologische Literaturzeitung) "[Ulrike] Kummer hat sich mit ihrer Edition der "Genealogie der reellen Gedancken eines Gottes=Gelehrten" den Verdienst erworben, diese wichtige Autobiografie in einer mustergultigen Edition erschlossen zuhaben. Der reichhaltige Anmerkungsapparat zur Genealogie ist eine weitere Fundgrube fur die Forschung, lasst sich doch die Fulle der Informationen auch bei weiteren Arbeiten zur Geschichte des Pietismus als Informationsquelle mit Gewinn heranziehen." (Eberhard Fritz, Blatter fur wurttembergische Kirchengeschichte) "Angesichts der Fulle von (zum Teil kaum noch bekannten) Namen und Werken bietet der prazise und profunde Kommentar ein >Who is Who< der damaligen Gelehrtenwelt und zusammen mit der Genealogie eine Lektion uber die kulturgeschichtliche Komplexitat des 18. Jh. im Spiegel eines "ganz ausserordentlich originellen Menschen"." (Hans-Georg Kemper, Gemanistik) "Kummers [...] treffende Beschreibung von Oetingers irenischem Programm als Synopse 'boehmistisch-heterodoxer' und 'lutherisch-kirchlicher' Lehre mit dem Anspruch auf Definitionshoheit uber die kirchliche Lehre selbst [uberzeugt]. Aus dieser Warte ist der editorische Blick auf die o.g. disparaten Stroemungen grundlegend geoeffnet und nicht durch eine wie auch immer motivierte Vorentscheidung verengt. Die Dissertation [...] belegt eindrucklich, dass eine integrierende Forschung uber die Bande der engen Fachgrenzen zu spielen vermag (...)." (Friedemann Stengel, Pietismus und Neuzeit 38, 2012)

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